Galerie

Zeichnen ist eine Form des
Nachdenkens auf dem Papier.
Saul Steinberg


Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder,
sondern macht sichtbar.
Paul Klee

Meine
Kunst

Geistige Schwerelosigkeit.
Brueche mit vordergruendiger Bildaussage
Gleichgewicht im Chaos
Uebersteigerte Staffelung von Bildebenen
Uncle meat meets Valentine.

Geistige Schwerelosigkeit

Alte Frau mit Kopftuch oder junge Frau mit Perlenkette? Jeder kennt diese oder andere Kippbilder und hat die Erfahrung gemacht, dass man sich beim Anblick schnell/intuitiv für eine Lesart entscheidet und dann vielleicht etwas Mühe hat, sich auf die zweite um zu stellen. In meiner Malerei interessiert mich der Zustand zwischen Kopftuch und Perlenkette. Wenn sich der Verstand der Perlenkette zuwenden will, muss er zunächst "das Kopftuch loslassen". Das Auge hat für den Moment die gleichen Linien, Striche, Bögen vor sich. Diese sind aber plötzlich völlig bedeutungsfrei. Es herrscht Chaos. Man könnte es auch "geistige Schwerelosigkeit" nennen. Für einen Augenblick lösen die Dinge ihre Gefüge und können/müssen neu arrangiert werden. Gleich darauf wäre es zu spät und wir haben die Perlenkette wieder um den Hals des Mädchens gelegt. In meinen bisherigen Bildern der unterschiedlichsten Sujets existieren immer Brüche mit der vordergründigen Bildaussage, dem Stil, der Realisierung. Als versuchte ich, das Chaos und den Schwebezustand während der Betrachtung aufrecht zu erhalten.

Die blauen Schwalben *

Auszug aus dem Vorwort von Dipl. Psych. Jörg Cirulies

"(...) Was wird von mir erwartet? Eine Kategorisiering des Werkes und Kurzanalyse des Schaffenden, in erwachsenen und elaboriert klingenden Worten eines euphorisierten Freundes, der sich in diesem Augenblick wünscht, Kunstkenner und zu sein? In seinen Werken, die oft geprägt sind von ungestümer Farbgebung und heftigen Dispersionsexzessen, erkennt man auch Regelhaftigkeiten, sogar Wiederholungen. Oft sind es architektonische Zweiteilungen (bei einigen Gemälden denke ich eher an dreidimensionalen Skulpturen als an zweidimensionaler Malerei) und symbolische Dichotomien. In den frühen Werken sieht man der Einfluss der Kölner Besetzerszene, anarchische Gedanken und dionysische Lebensfreude gepaart mit nihilistischer Untergangsstimmung. In Arnds Kopf treffen sich Woyzeck und Henry Chinaski, Bart Simpson und Alex - um die Vorherrschaft pokernd. Drumerherum stehen Erwin Lindemann, Herr Biedermeier und der nette Herr von der Hamburg Mannheimer und geben gute Tipps, dürfen sich aber leider nicht an der Pokerpartie beteiligen, da sie des Spiels nicht mächtig sind. Ich, Es und Über-ich geben sich ein Stelldichein und verschmelzen in Formen und Farben (...)"

Bilderzyklus Stacheldraht-Weidenzäune

Vor einigen Jahren habe ich bei Wanderungen im Bergischen Land Zaunpfähle fotografiert. Die Sonnen gebleichten verwachsenen und gespaltenen Eichenpfähle, die teilweise mit Knäueln von Stacheldraht umwickelt waren und wie Zähne von Riesen aus der Erde stachen, versetzten mich in Spannung. Die erste Assoziation war "das Kreuz und die Dornenkrone" -als Symbol für das Leiden Christi. Die Variationsbreite, die sich mir auf meinen Touren bot, brachte mich auf den Gedanken, in den Motiven den Kreuzweg wieder zu erkennen.

Ich begann zunächst damit, die Szenen entweder direkt oder über die Fotos zeichnerisch (mit Bleistift) aufzuarbeiten. Mir wurde schnell klar, welche Kraft in der Linienführung der verschieden Konstellationen von Pfählen und Drahtbespannungen liegt. Die markante Stofflichkeit tut ihres dazu. Seit ich das Atelier habe, setze ich die Zeichnungen und Fotos in Gemälde um und entwickele über das Thema "Kreuzigung" hinaus weitere Bild-und Bedeutungsebenen. Als jüngstes Beispiel wäre "uncle meat meets Valentyne" zu nennen. Ein Landschaftsbild, das sich auf Platten von Frank Zappa & The Mothers of Invention und Colosseum bezieht. Von der ersten wird der Krieg zwischen Blas-und Saiteninstrumenten in den Kampf zwischen horizontalen und vertikalen Bildelementen transferiert. Dagegen inspirierte mich die Valentyne Suite mit in ihren Crescendi, Verdichtungen und Synkopen zu der übersteigerten Staffelung von Bildebenen.

Die Kunst ist eine Vermittlerin
des Unaussprechlichen.
Johann Wolfgang von Goethe

Indikationen
Therapie

Teil der medizinischen Rehabilitation
reaktive Depressionen
Erkrankungen wie Schizophrenie

Kunsttherapie

Die Kunsttherapie ist eine Therapierichtung, die sich in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts im Englisch sprachigen Raum entwickelte und seither vielfältige Methoden und Techniken hervorbringt.

Die allgemeine Grundlage sind, je nach Zielrichtung - ob klinisch, pädagogisch oder sozio-kulturell - pädagogische Modelle, anthroposophische, tiefenpsychologische und therapeutische Ansätze.

Die Anwendungsbereiche liegen für den klinischen Bereich in der Krankheitsvorsorge, Krankheitsbewältigung und Rehabilitation.

Indikationen können sein:
• Teil der medizinischen Rehabilitation, z. B. Krebsnachsorge
• Trauerbearbeitung
• reaktive Depressionen
• als supportive Therapie bei diagnostizierten psychischen Erkrankungen
• Behandlung von Störungen im Kindes- und Jugendalter


Für den sozio-kulturellen Bereich sind die Anwendungsgebiete ebenso vielfältig, wie weitreichend. Ein expandierender Kunstbegriff und gesellschaftliche Veränderungsprozesse der vergangenen Jahrzehnte können individuell nachvollzogen und bearbeitet werden.

Eine Besonderheit der Kunsttherapie als Therapieform ist, dass neben der dualen Klient-Therapeut-Beziehung ein Drittes - das Medium - hinzukommt. Die kommunikativen Möglichkeiten werden damit mehr als potenziert. Sowohl das Kunstwerk als auch der künstlerische Prozess wirken sich auf das Setting aus.
Den therapeutischen Rahmen bilden dabei im Besonderen Grundannahmen der humanistischen Psychologie, die systemische Therapie und Psychoanalyse. Hinzu finden kunstpädagogische und kommunikationstheoretische Inhalte Anwendung.

Im künstlerischen Prozess prüft und verändert der Klient seinen Blick auf die Welt. Er entdeckt neue Lösungsmöglichkeiten, entwickelt Handlungsspielräume, setzt sich mit inneren und äußeren Bildern auseinander.

Darüber hinaus ist für die Entwicklung und Pflege einer künstlerischen Identität und Stilbildung, neben der Auseinandersetzung mit Fragen der „visuellen Kommunikation“ ebenso der kunsthistorische Bezug von entscheidender Bedeutung.

Als Therapieziel verbinden sich individuelle Fragestellungen mit der Förderung allgemeiner Reifungsprozesse, Steigerung der Bewusstheit und Kultivierung.

Die Techniken sind sehr zahlreich und werden der nach Neigung und Erfordernissen individuell abgestimmt.
Angeboten werden Prozessmalerei, Collage/Decollage, Messpainting, dialogisches Malen, Ausdrucksmalen, Themen bezogenes Malen, meditatives Malen u.v.a.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich!

Grundsätzlich können alle, für den Klienten, relevanten Lebensereignisse künstlerisch thematisiert und bearbeitet werden. Das Ergebnis kann ein neues vertieftes Verständnis der eigenen Identität und der Beziehung zur Umweltsein.

Es kommt nicht darauf an,
dem Leben mehr Jahre zu geben,
sondern den Jahren mehr Leben zu geben.
Alexis Carrel

Methodik
Analyse

Innere Bilder
Lebens gechichte
sozialanalytische Zusammenhaenge

Methodik

• Wechsel von Gesprächen und praktischer künstlerischer Arbeit(Zeichnung und Malerei)
• Erstellung einer Anamnese
• Innere Bilder und Themen des Klienten werden einerseits im Gespräch vor dem Hintergrund seiner Lebensgeschichte entwickelt.
• Andererseits können die praktischen Arbeiten seiner künstlerischen Entwicklung, der Kunstgeschichte allgemein und sozialanalytischen Zusammenhängen zugeordnet und bearbeitet werden.

Ziele

• Der Klient kann sich und seine Themen in einem erweiterten Kontext/Blickwinkel betrachten.
• Er erhält über die künstlerische Arbeit erst Kontakt zu bislang unzugänglichen verschlossenen Bereichen seiner Persönlichkeit.
• Er integriert seine Erfahrungen in sein Selbstkonzept und nutzt sie in seinem Alltag.

Grundannahmen

Wir Menschen streben nach Harmonie und sind bemüht, diese sowohl für uns persönlich als auch in Beziehung zu unserer Umwelt (wieder) herzustellen. Dies ist ein fortlaufender Prozess.

Bildende Kunst kann diesen Prozess deutlich machen bzw. überhaupt erst ermöglichen.
Was wir als Harmonie empfinden, wird durch das Kunstwerk sichtbar und kommunizierbar und erst überprüfbar.

Kunst hat neben kultureller, politischer u. a. auch eine therapeutische und tiefenpsychologische Dimension.

Wir verfügen über Selbstheilungsmechanismen und -kräfte, die es zu fördern gilt.

Die Normalität ist eine gepflasterte Straße
man kann gut darauf gehen -

doch es wachsen keine Blumen auf ihr.

Vincent van Gogh

Kontakt!

Psychotherapeut (HPG)
Dipl. Sozialarbeiter
Kunst therapeut
Freier Kuenstler

  • Hardtplätzchen 62A
    42399 Wuppertal
  • Telefon:
    (0157) 74 46 16 12
  • Termine :
    Nach Vereinbarung

Das Wichtigste in der Kunst
ist der Rahmen.
Frank Zappa